
Plastikfreie Zone von Sandra Krautwaschl
Plastikfreie Zone: Wie meine Familie es schafft, fast ohne Kunststoff zu leben
Sandra Krautwaschl
Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Plastikfreie Zone – Blick ins Buch
Nachdem Sandra Krautwaschl den Film “Plastic Planet ” angeschaut hat, war sie sehr schockiert über die Auswirkungen, die diese Unmengen von Plastik auf unsere Umwelt und unsere eigene Gesundheit haben.
Sandra Krautwaschl, ihr Mann und ihre Kinder beschlossen, ein Experiment zu wagen: Einen Monat wollten sie total auf Plastik verzichten. Aber das Ganze stellte sich als gar nicht so einfach vor. Man kann dem Plastik in unserem Leben fast nicht entfliehen. Es ist einfach überall um uns herum.
Auf eine unterhaltsame Art schildert Frau Krautwaschl, wie sie und ihre Familie ihre Einkäufe und ihre Lebensgewohnheiten umstellten, um das allgegenwärtige Plastik zu vermeiden.
Meine Meinung zum Buch:
Gleich vorab: Das Buch hat mir sehr gefallen und hat mich sogar dazu bewegt, mir den Film “Plastic Planet ” selber anzuschauen. Der Film war mir vorher nicht bekannt und ich muß sagen, das mich die immensen Probleme die Plastik für unsere Umwelt und unsere eigene Gesundheit bringt, ebenfalls total schockiert haben.
Doch zurück zum Buch
Mir hat besonders der Zusammenhalt der Familie in diesem Experiment gefallen. Alle stehen zusammen und verzichten mehr und mehr auf den Gebrauch von Plastik. Am Anfang ist alles sehr schwierig und nicht einmal im Bioladen finden sich viele Produkte, die nicht in Plastiktüten sind, oder mit Plastik umhüllt sind.
Aber trotz aller Hindernisse und Mühen geht es doch voran. Statt der Plastikgegenstände die auch wir sicher alle im Haushalt tagtäglich benutzen, benutzt die Familie Glas und Metallgefäße. Doch schon bei den Hygieneprodukten, die man gewohnt ist, kommen Probleme auf, denn es ist gar nicht so einfach, z.B. Toilettenpapier in einer Papierverpackung zu finden. Das gleiche gilt für Shampoo, Zahnpasta etc.
Aber Frau Krautwaschl gibt nicht so leicht auf. Sie findet im Laufe der Zeit so allerhand Quellen, bei denen sie die Dinge des täglichen Bedarfs in plastikfreien Verpackungen bekommt. Manchmal muß sie auch Kompromisse eingehen und muß auf Produkte zurückgreifen, die noch ein klein bisschen Plastik in der Verpackung haben.
Zum Einkauf werden Gefäße mitgenommen, in die lose Lebensmittel eingefüllt werden können. Der Korb und die Stofftasche sind beim Einkaufen selbstverständlich. Alles wird wiederverwendet und es kommt nur noch sehr wenig Müll zusammen.
Nach Ablauf des Monats stellt die Familie fest: Es hat geklappt und sie wollen weitermachen.
Nachdem ich das Buch zu Ende gelesen habe, muß ich sagen, dass ich sehr beieindruckt bin. Ich weiß nicht, ob ich selber die Willensstärke besitzen würde, alles Plastik aus unserem Haus zu verbannen und auch nichts mehr zu kaufen, was mit Plastik verpackt ist.
Nach der Lektüre habe ich mich einmal in unserem Haus umgeschaut und wenn man mal ganz genau hinschaut, dann ist man doch ganz schön verwundert bzw. erschrocken, mit wieviel Plastik man sich umgibt. Wir versuchen zwar, unnötigen Müll zu vermeiden und der Einkaufskorb mit Stofftasche sind bei mir schon immer beim Einkaufen dabei. Aber nichtsdestotrotz kommt doch immer ganz schön Plastikmüll im Monat zusammen und wenn ich mir nur den Müll vorstelle, den allein eine Familie in einem Jahr produziert….
Plastikfreie Zone zeigt uns, das es auch anders geht
Alles in allem ein sehr interessantes, lesenswertes Buch.
Meine Wertung: ![]()
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