Ascheträume
von Maurizio Temporin
Band 1 der Trilogie
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: ivi
empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
Thara, ein 17 Jahre altes Mädchen, leidet an Narkolepsie, einer sehr seltenen Krankheit. Diese Krankheit äußert sich in einer stetigen Müdigkeit, die Thara mit Kaffee und Energydrinks zu bekämpfen versucht. Trotzdem schläft sie oft unvermittelt ein. Die einzige Zeit, in der es ihr einigermaßen gut geht und sie nicht müde ist, ist die Morgendämmerung.
Thara ist nicht nur auf Grund dieser Krankheit ein Außenseiter in ihrer Schule, sondern auch wegen ihrer seltsamen Augenfarbe: violett. Ihre einzigen Freunde in der Schule sind Christine und Leo, die auch Außenseiter in ihrer Klasse sind. Die drei halten fest zusammen. Tharas Vater ist seit ihrer Geburt verschwunden und wird von ihr für tot gehalten. Sie lebt allein mit ihrer Mutter.
Eines Tages kommen Thara, Christine und Leo an einem Grundstück vorbei, auf dem viele Iris blühen, die die gleiche Farbe wie Tharas Augen haben. Thara fühlt sich sofort von ihnen angezogen und ohne groß zu überlegen, geht sie auf das Grundstück und atmet den Duft der Blumen ein. Dann geschieht etwas seltsames und beängstigendes. Thara wird in eine Parallelwelt gezogen und dort ist alles aus Asche. Alles was in der realen Welt im Feuer verbrennt, entsteht in dieser Welt wieder neu. Es gibt dort sogar Aschemenschen – eine Art Zombies. In dieser Welt lernt Thara auch Nate kennen. Nate ist noch ein richtiger Mensch, hat aber überhaupt keine Erinnerung an sein früheres Leben.
Doch immer, wenn Thara in der realen Welt erwacht, muß sie die Parallelwelt verlassen. Nachdem Thara einige Male die Parallelwelt besucht hat, verliebt sie sich in Nate. Doch dann stellt sich heraus, das Nate in der relalen Welt wahrscheinlich tot ist – und vielleicht sogar von Tharas Vater getötet worden ist….
Damit genug zum Inhalt
Meine Meinung zum Buch:
Die Idee der Aschewelt hat mir sehr gut gefallen. Die Umgebung ist ungewöhnlich, interessant und sehr gut geschildert. Auch die Tatsache, dass Thara durch den Geruch der Iris in diese Welt gesogen wird fand ich sehr gelungen.
Thara, Christine und Leo sind sympathische Character, obwohl sie alle Außenseiter in der Schule sind. Teilweise durch Krankheit und Aussehen bedingt, teilweise auch durch ungewöhnliches Benehmen. Obwohl Christine und Leo in der Handlung sehr viel vorkommen, erfährt man eigentlich recht wenig über sie. Da hätte ich mir etwas mehr Hintergrundinfo gewünscht. Ich hätte mir auch zu Tharas Vater mehr Informationen gewünscht. Eigentlich erfährt man sehr wenig über ihn.
Nate hat mir sehr gut gefallen. Man fühlt sehr gut mit, wie verzweifelt er eigentlich in dieser Aschewelt ist, und dass er alles geben würde, um sie zu verlassen. Was es mit seinen “Regenbogenaugen” auf sich hat, wird allerdings im Buch nicht verraten. Vielleicht erfahren wir in einem der Folgebände noch mehr dazu.
Ludgar – der Böse im Buch – ist auch ein interessanter Character. Irgendwie hat er mich an Dracula erinnert. Charismatisch aber sehr grausam.
Das Buch insgesamt fand ich recht gut, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, der Autor hat versucht, zu viele ganz unterschiedlicher Dinge in die Handlung zu packen… Manchmal dachte ich, weniger verschiedene Aspekte und etwas “tiefergehende” Handlung wäre besser gewesen. Es ist schwierig, das genau zu erläutern, ohne zuviel von der Handlung zu verraten
Es gibt viele unvorherssehbare Ereignisse im Buch, die es von Anfang bis Ende sehr spannend machen. Die erste Begegnung mit ihrem Vater fand ich jedoch etwas übertrieben und irgenwie unglaubwürdig geschildert.
Alles in allem hat mir der Roman aber gut gefallen und ich bin schon gespannt, wie es weitergeht
Ein abschließendes Wort zum Cover: Sehr schön! Elegant und schlicht – gefällt mir außerordentlich gut
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